Digitaler Abdruck in Kiel

Präzise
und angenehm.

Sicher haben auch Sie schon Erfahrungen mit konventioneller Zahnabdrucknahme gemacht: Eine Silikon- oder Alginatform wird minutenlang auf die Zähne gepresst und erzeugt nicht selten Würgereize.

Diese Tortur bleibt Ihnen bei uns in der Regel erspart. Wir machen uns ein Bild Ihrer Zähne mit einem schmerz- und würgefreien Intraoralscanner. Dieser erstellt ein detail- und dimensionsgetreues Abbild – und genau letzteres war früher nicht selbstverständlich. In unserer Zahnarztpraxis im Forstweg in Kiel ist der Scan inzwischen der Regelfall, nicht die Ausnahme.

Kurz erklärt

Warum digital genauer ist

Der Komfortgewinn ist der offensichtliche Vorteil. Der fachlich wichtigere liegt woanders.

Das Problem der klassischen Abformung:

  • Verzug beim Herausnehmen: Alginate und Silikone können sich beim Entfernen aus dem Mund verziehen – gerade an Unterschnitten.
  • Schrumpfung: Beide Materialien unterliegen zudem Schrumpfungen beim Abbinden. Beides sind keine optimalen Voraussetzungen für passgenauen Zahnersatz.
  • Der Fehler zeigt sich spät: Eine verzogene Abformung sieht unauffällig aus. Erst wenn die fertige Krone nicht passt, wird klar, dass etwas nicht stimmte – dann muss alles wiederholt werden.

Was der Scan anders macht:

  • Sofortige Kontrolle: Ist eine Stelle nicht sauber erfasst, sehen wir das direkt am Bildschirm und scannen nach – ohne die gesamte Prozedur zu wiederholen.
  • Kein Materialverzug: Es gibt kein Material, das sich verformen könnte. Das digitale Modell entspricht der Situation im Mund.
  • Beliebig oft nutzbar: Der Datensatz bleibt erhalten und lässt sich später erneut verwenden.

Good to know: Zudem leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Zahnmedizin: Kunststofflöffel und Silikone stellen nicht abbaubare Abfälle dar. Bei jeder konventionellen Abformung fällt beides an – beim Scan gar nichts.

Die Anwendungen

Wofür wir den Scan nutzen

Überall dort, wo früher ein Abdruck nötig war – und an einigen Stellen zusätzlich.

1. Zahnersatz

Kronen, Brücken, Inlays, Onlays und Veneers. Die Daten gehen direkt an unser hauseigenes Labor – ohne Transportweg und ohne Zwischenschritt. Das verkürzt die Wartezeit spürbar.

2. Implantatplanung

In Kombination mit der dreidimensionalen Aufnahme entsteht ein Modell, das Knochen und sichtbare Zahnsituation zugleich zeigt. Auf dieser Grundlage werden Position und Achse des Implantats geplant und die Bohrschablone hergestellt.

3. Schienen und Aligner

Aufbissschienen, Knirscherschienen, Schnarchschienen und Alignerserien entstehen auf Basis des Scans. Gerade bei Alignern ist er die Voraussetzung für die digitale Behandlungsplanung.

4. Dokumentation und Verlaufskontrolle

Ein oft übersehener Nutzen: Der Scan hält den Ist-Zustand fest. Jahre später lässt sich vergleichen, ob sich Zahnstellung, Zahnfleischverlauf oder Abnutzung verändert haben – objektiv statt aus der Erinnerung.

Schritt für Schritt

Der Ablauf –
In wenigen Minuten erledigt.

Der Scan ist einer der angenehmsten Termine in der Zahnmedizin – die meisten Patienten sind überrascht, wie unspektakulär er abläuft.

  1. Vorbereitung Die Zähne werden kurz gereinigt und getrocknet. Bei Bedarf halten wir Wange und Zunge behutsam zur Seite, damit der Scanner freie Sicht hat. Mehr ist nicht nötig – keine Betäubung, keine Wartezeit.
    Ihr Vorteil: Sie können jederzeit schlucken, sprechen und den Vorgang unterbrechen. Bei der klassischen Abformung geht das nicht.
  2. Die Aufnahme Wir führen ein kleines Handstück langsam über die Zahnreihen. Es nimmt dabei fortlaufend Bilder auf, aus denen am Bildschirm ein dreidimensionales Modell entsteht – Sie sehen live zu, wie es sich aufbaut. Anschließend wird der Gegenkiefer erfasst und die Bisssituation registriert.
  3. Vom Scan zum Modell Der fertige Datensatz geht direkt an unser hauseigenes Labor. Dort wird die Versorgung konstruiert und gefertigt. Bei ästhetisch relevanten Arbeiten können wir Ihnen die geplante Form vorab am Bildschirm zeigen.
Wir klären auf

Wo der Scanner an Grenzen kommt

Der digitale Abdruck ist in den meisten Fällen überlegen – aber nicht in allen. Wo er es nicht ist, arbeiten wir konventionell.

Der Rand muss sichtbar sein
Der Scanner erfasst nur, was er sehen kann. Liegt ein Präparationsrand tief unter dem Zahnfleisch oder blutet das Zahnfleisch, kommt die Kante nicht sauber ins Bild. Dann legen wir den Rand zuerst frei – oder greifen ausnahmsweise zur konventionellen Abformung.

Feuchtigkeit und Reflexionen stören
Speichel, Blut und stark reflektierende Oberflächen wie polierte Metallkronen erschweren die Aufnahme. Deshalb wird sorgfältig getrocknet.

Stark zerstörte Zähne erschweren den Scan
Wo kaum noch definierte Strukturen vorhanden sind, hat der Scanner wenig Anhaltspunkte. Auch bei sehr tiefen, engen Kavitäten stößt er an Grenzen.

Bei sehr umfangreichen Versorgungen
Über viele Zähne hinweg summieren sich kleinste Ungenauigkeiten. Bei ausgedehnten Rekonstruktionen kombinieren wir deshalb beide Verfahren, statt eines um jeden Preis durchzuziehen.

Technikabhängigkeit
Das Verfahren setzt funktionierende Hard- und Software voraus. Fällt sie aus, arbeiten wir konventionell weiter – Ihre Behandlung verzögert sich dadurch nicht.

Wir klären auf

Kosten & Abrechnung

Der Scan ist in aller Regel Teil der jeweiligen Versorgung und wird nicht gesondert berechnet.

  • Meist in der Versorgung enthalten: Bei Kronen, Brücken und Inlays gehört die Abformung – ob digital oder konventionell – zur Leistung.
  • Kassenübernahme variabel: In manchen Konstellationen wird die digitale Abformung als gleichwertiger Ersatz abgerechnet, in anderen als Zusatzleistung. Wir sagen Ihnen vorher, was gilt.
  • Der Vergleich zur klassischen Abformung: Für Sie besteht der Unterschied vor allem im Komfort. Fachlich liegt er in der Passgenauigkeit – und damit darin, ob eine Versorgung beim ersten Mal sitzt.
  • Weniger Wiederholungen: Eine misslungene Abformung muss wiederholt werden – mit erneutem Termin. Beim Scan wird die betreffende Stelle einfach nachgescannt.
  • Transparent vorab: Fällt im Einzelfall eine Zusatzleistung an, weisen wir sie im Kostenplan aus.
FAQ

Häufige Fragen zum digitalen Abdruck

Wie lange dauert ein Intraoralscan?

Für einen einzelnen Kiefer wenige Minuten, für beide Kiefer inklusive Bissregistrierung entsprechend etwas länger. Der Vorgang lässt sich jederzeit unterbrechen – wenn Sie schlucken oder eine Pause brauchen, nehmen wir den Scanner kurz heraus und setzen anschließend fort.

Ist der Scan schmerzfrei?

Ja, vollständig. Es wird nichts gebohrt, nichts betäubt und nichts gedrückt. Der Scanner berührt die Zähne nur leicht. Der häufigste Kommentar danach lautet, dass es angenehmer war als erwartet – besonders von Patienten, die von früheren Abformungen Würgereiz kennen.

Ist der Scanner auch für Kinder geeignet?

Sehr gut sogar. Kinder empfinden den Scan meist als unproblematisch, viele finden es spannend, ihre Zähne live am Bildschirm entstehen zu sehen. Eine klassische Abformung ist für Kinder dagegen oft eine echte Hürde – hier ist der Unterschied besonders groß.

Was passiert, wenn ich würgen muss?

Der Vorteil des Scans ist, dass Sie nicht warten müssen, bis Material abbindet. Wir nehmen den Scanner sofort heraus, Sie erholen sich, und wir machen weiter. Bei ausgeprägtem Würgereiz beginnen wir im Frontzahnbereich und arbeiten uns langsam nach hinten vor.

Sind die Daten sicher gespeichert?

Ihre Scandaten werden in unserer Praxissoftware gespeichert und unterliegen wie alle Patientendaten dem Datenschutz. Sie werden ausschließlich für Ihre Behandlung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Für die Fertigung gehen sie an unser hauseigenes Labor – also nicht aus dem Haus.

Kann ich mein Modell sehen?

Ja, gern. Wir zeigen Ihnen das dreidimensionale Modell am Bildschirm und können es drehen und vergrößern. Viele Patienten sehen dabei zum ersten Mal, wie ihre Zähne tatsächlich stehen – das macht Behandlungsvorschläge deutlich nachvollziehbarer als jede Beschreibung.

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FAX 0431 57 80 80
MAIL info@zahnarztforstweg.de
Forstweg 14 | 24105 Kiel

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