Navigierte Implantologie in Kiel

Präzise geplant,
sicher umgesetzt.

Die Position eines Implantats entscheidet über alles, was danach kommt: darüber, wie stabil es sitzt, wie natürlich die spätere Krone wirkt und wie gut sich die Stelle reinigen lässt. Ein Millimeter Abweichung kann den Unterschied zwischen einer unauffälligen Versorgung und einem Kompromiss ausmachen.

Deshalb planen wir in unserer Zahnarztpraxis im Forstweg in Kiel jede Implantation vorab vollständig am Computer – und übertragen diese Planung anschließend mit einer Bohrschablone exakt in den Mund. Das Ergebnis steht damit fest, bevor der Eingriff beginnt.

Kurz erklärt

Was bringt die dreidimensionale Planung?

Ein herkömmliches Röntgenbild zeigt den Kiefer flach – Höhe und Breite lassen sich darin nur schätzen. Eine dreidimensionale Aufnahme (DVT) bildet den Knochen dagegen räumlich ab: mit seiner tatsächlichen Dichte, seinem Verlauf und der genauen Lage der Strukturen, die geschont werden müssen.

Was wir daraus gewinnen:

  • Die ideale Position: Wir legen am Bildschirm fest, wo das Implantat sitzen soll – dort, wo der Knochen am tragfähigsten ist und die spätere Krone am natürlichsten wirkt.
  • Den richtigen Winkel: Die Achse des Implantats bestimmt, wie die Kaukraft später verteilt wird. Sie wird geplant, nicht während des Eingriffs geschätzt.
  • Sicheren Abstand zu empfindlichen Strukturen: Im Unterkiefer verläuft der Nervkanal, im Oberkiefer grenzt die Kieferhöhle an. Beide sind in der 3D-Ansicht exakt sichtbar.
  • Die Simulation des Ergebnisses: Wir sehen bereits in der Planung, wie sich das Implantat in die Zahnreihe einfügt – und können Korrekturen vornehmen, solange sie nur ein Mausklick sind.

Good to know: Die eigentliche Leistung der Navigation liegt nicht im Eingriff selbst, sondern davor. Was am Bildschirm entschieden wird, muss im Mund nicht mehr improvisiert werden – das macht die Behandlung kürzer und das Ergebnis vorhersehbar.

Präzision & Sicherheit

Was die Navigation für Sie ändert

Der Aufwand für die digitale Planung entsteht vor dem Termin. Für Sie als Patient macht sich das an drei Stellen bemerkbar.

1. Vorteil: Ein kleinerer Eingriff

Weil die Schablone die Instrumente exakt führt, muss das Zahnfleisch häufig nur minimal eröffnet werden – in geeigneten Fällen genügt eine kleine Öffnung, ohne dass ein größerer Schnitt nötig wird. Weniger Eingriff bedeutet weniger Schwellung und ein angenehmeres Abheilen.

2. Vorteil: Ein planbares Ergebnis

Sie sehen die geplante Position vor dem Eingriff. Damit ist auch das ästhetische Ergebnis kein Überraschungsmoment mehr, sondern Teil der Absprache – besonders wichtig im sichtbaren Frontzahnbereich.

3. Vorteil: Ein kürzerer Termin

Da die Entscheidungen bereits getroffen sind, verkürzt sich die Zeit im Behandlungsstuhl spürbar. Für viele Patienten ist genau das der Punkt, der die Behandlung entspannter macht.

4. Vorteil: Der Weg zur Krone ist vorbereitet

Weil Position und Achse feststehen, lässt sich die spätere Krone von Anfang an mitdenken. Das erleichtert die Anpassung und sorgt dafür, dass die Kaukraft dort ankommt, wo der Knochen sie tragen kann.

Schritt für Schritt

Der Ablauf –
Von der Aufnahme zur geführten Implantation.

Die navigierte Implantation verläuft in drei klar getrennten Phasen. Die ersten beiden finden statt, bevor Sie überhaupt für den Eingriff kommen.

  1. Dreidimensionale Aufnahme und Abformung Zunächst erfassen wir Ihren Kiefer räumlich. Ergänzend nehmen wir die Zahnreihe über einen Abdruck oder digitalen Scan auf. Beide Datensätze werden anschließend am Computer übereinandergelegt – so entsteht ein Modell, das sowohl den Knochen als auch die sichtbare Zahnsituation zeigt.
    Ihr Vorteil: Die Aufnahme dauert nur wenige Minuten und ist für Sie mit keinerlei Belastung verbunden.
  2. Digitale Planung und Herstellung der Schablone Am Modell legen wir Position, Winkel und Tiefe des Implantats fest und prüfen den Abstand zu Nerv und Kieferhöhle. Aus dieser Planung entsteht eine Bohrschablone – ein passgenaues Aufsteckteil, das später auf Zähne oder Kiefer aufgesetzt wird und Führungshülsen an genau den geplanten Stellen trägt.
  3. Die geführte Implantation Am Behandlungstag wird die Schablone aufgesetzt und kontrolliert. Die Instrumente werden durch die Führungshülsen geleitet und können weder in der Tiefe noch im Winkel abweichen. Anschließend wird das Implantat gesetzt und die Stelle für die Einheilphase verschlossen. Der Ablauf entspricht ab hier der gewohnten Implantation.
Wir klären auf

Wo die Navigation an ihre Grenzen kommt

Navigierte Implantologie erhöht die Präzision – sie ersetzt aber weder die Erfahrung des Behandlers noch die sorgfältige Voruntersuchung. Zu einer ehrlichen Aufklärung gehört, das klar zu benennen.

Die Planung ist nur so gut wie die Daten
Eine unscharfe oder verwackelte Aufnahme führt zu einer ungenauen Planung – und diese Ungenauigkeit überträgt sich anschließend über die Schablone. Deshalb legen wir auf die Qualität der Bildgebung besonderen Wert und wiederholen sie lieber, als mit unsicheren Daten zu arbeiten.

Die Schablone muss exakt sitzen
Verrutscht die Schablone während des Eingriffs oder liegt sie nicht vollständig auf, ist die Führung wertlos. Wir prüfen den Sitz deshalb vor jedem Bohrschritt und kontrollieren die Position zusätzlich während der Behandlung.

Nicht jeder Fall gewinnt gleich viel
Bei einer einfachen Lücke mit reichlich Knochen und stabilen Nachbarzähnen ist der Zugewinn an Sicherheit geringer als bei knappen Platzverhältnissen, mehreren Implantaten oder anspruchsvoller Ästhetik. Wir setzen die Navigation dort ein, wo sie tatsächlich einen Unterschied macht – und sagen Ihnen offen, wenn das nicht der Fall ist.

Komplexe Fälle bleiben komplex
Bei stark reduziertem Knochenangebot, ausgedehnten Versorgungen oder anatomischen Besonderheiten bleibt der Eingriff anspruchsvoll. Die Navigation macht ihn planbarer, nicht einfacher.

Wir klären auf

Kosten & Erstattung der navigierten Implantologie

Die digitale Planung ist eine Zusatzleistung, die zur eigentlichen Implantation hinzukommt. Was sie kostet, hängt vom Umfang ab – wie bei allen Behandlungsschritten legen wir das vorab schriftlich offen.

  • Was zusätzlich anfällt: Die dreidimensionale Aufnahme, die digitale Planung und die Herstellung der Bohrschablone werden getrennt berechnet. Bei mehreren Implantaten in einer Sitzung verteilt sich dieser Aufwand auf alle Implantate.
  • Kein Standardbestandteil der GKV: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt weder die dreidimensionale Bildgebung noch die Navigation im Rahmen einer Implantatversorgung. Beides zählt zu den privaten Leistungen.
  • Erstattung über Zusatzversicherungen: Ob und in welcher Höhe eine Zahnzusatzversicherung die Navigation trägt, unterscheidet sich stark zwischen den Tarifen. Reichen Sie unseren Heil- und Kostenplan vorab ein – dann haben Sie Klarheit, bevor die Behandlung beginnt.
  • Wann sich der Aufwand rechnet: Bei knappen Platzverhältnissen, im sichtbaren Bereich oder bei mehreren Implantaten steht dem Mehraufwand ein deutlicher Sicherheitsgewinn gegenüber. Wir besprechen im Einzelfall, ob das in Ihrer Situation zutrifft.
FAQ

Häufige Fragen zur navigierten Implantologie

In welchen Fällen ist die Navigation besonders sinnvoll?

Immer dann, wenn wenig Spielraum bleibt: bei knappem Knochenangebot, bei geringem Abstand zu Nervkanal oder Kieferhöhle, bei mehreren Implantaten in einer Sitzung und im sichtbaren Frontzahnbereich, wo schon kleine Abweichungen ästhetisch auffallen. Auch bei Sofortimplantationen ist die vorherige Planung ein deutlicher Vorteil.

Braucht jede Implantation eine Bohrschablone?

Nein. Bei einer einzelnen Lücke mit gutem Knochenangebot und übersichtlichen Verhältnissen ist eine navigierte Umsetzung nicht zwingend erforderlich. Wir entscheiden das anhand des Befunds und begründen die Empfehlung – Navigation ist ein Werkzeug, kein Automatismus.

Wie aufwendig ist die dreidimensionale Planung für mich?

Für Sie ist der Aufwand gering: eine Aufnahme von wenigen Minuten und ein Abdruck oder Scan. Die Planung und die Herstellung der Schablone erfolgen anschließend ohne Ihre Anwesenheit. Zwischen Aufnahme und Eingriff liegen daher meist einige Tage.

Ist die dreidimensionale Aufnahme mit mehr Strahlung verbunden?

Eine dreidimensionale Aufnahme geht mit einer höheren Strahlendosis einher als ein einzelnes Zahnröntgenbild. Wir setzen sie deshalb nicht routinemäßig ein, sondern nur dort, wo der diagnostische Gewinn den Einsatz rechtfertigt – und erklären Ihnen im Einzelfall, warum wir sie für nötig halten.

Kann ich die Planung vorher sehen?

Ja. Wir zeigen Ihnen die geplante Position am Bildschirm und erklären, warum wir uns für diese Lösung entschieden haben. Das ist ausdrücklich Teil des Beratungsgesprächs – Sie sollen nachvollziehen können, was passiert.

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